Freundlichkeit liegt in den Genen


Erbgut bestimmt soziales Verhalten
Freundlichkeit liegt in den Genen

Warum sind einige Menschen freundlicher als andere? Zum einen wegen des unterschiedlichen Erbguts, erklären US-amerikanische Forscher. Sie fanden heraus, dass die Gene bestimmen, wie stark die Freundlichkeits-Hormone bei einem Menschen wirken.

Freundliche Hormone

Verschiedene Faktoren bestimmen wie sich ein Mensch gegenüber seinen Mitmenschen verhält: die Erziehung, die momentane Laune oder die Sympathie. Eine wichtige Rolle spielen auch die Hormone Oxytocin und Vasopressin. Sie binden sich an die Andockstellen in den Zellen, an die so genannten Rezeptoren, und aktivieren Bereiche im Gehirn, die für soziales Denken zuständig sind.

Frühere Tests haben bereits bewiesen, dass Menschen sich bei Spielen, in denen es um Geld geht, gemeinschaftlicher verhalten, wenn sie zuvor Oxytocin inhaliert hatten.

Gene bestimmen Form der Rezeptoren

Forscher der Universität von Buffalo fanden nun heraus, dass nicht alle Menschen beide Hormone gleich stark wahrnehmen. Denn die Formen der Hormon-Rezeptoren unterscheiden sich von Mensch zu Mensch – abhängig vom individuellen Erbgut.

Die Forscher analysierten Speichelproben von 711 Männern und Frauen verschiedener Altersklassen und bestimmten in der DNA die jeweilige Variante der Hormon-Rezeptoren. Zusätzlich füllte jeder Teilnehmer einen anonymisierten Fragebogen aus, der bestimmte Lebenshaltungen erfasste, zum Beispiel, ob sie die Menschen prinzipiell als gut einstufen, ob sie einen Ladendieb melden würden, ob sie Blut spenden und ob sie sich ehrenamtlich engagieren.

Das Ergebnis: Menschen mit bestimmten Varianten von Rezeptoren waren eher bereit anderen zu helfen – selbst dann, wenn sie die Welt grundsätzlich als bedrohlich empfanden. Diese genetisch programmierten Rezeptoren-Varianten erlauben es Menschen, ihre bedrohlichen und schlechten Gefühle zu überwinden und ihren Mitmenschen trotz eigener Ängste zu helfen.

News

Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?
Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?

Nicht vorschnell entscheiden

Klappt das Stillen nicht, steht schnell die Vermutung „verkürztes Zungenbändchen“ im Raum. Ein kurzer Eingriff soll das Problem beseitigen. Aber funktioniert das wirklich?   mehr

Diabetes bei Frauen oft übersehen
Diabetes bei Frauen oft übersehen

Gendermedizin beim Stoffwechsel

Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht – auch in ihrem Stoffwechsel. Das hat Auswirkungen auf die Entstehung von Krankheiten und deren Diagnose. So wird beispielsweise ein Typ-2-Diabetes bei Frauen häufig später erkannt als bei Männern.   mehr

7 Tipps zum Inhalieren von Asthmaspray
7 Tipps zum Inhalieren von Asthmaspray

Häufige Fehler vermeiden

Damit ein Asthmaspray gut wirken kann, muss es bis tief in die Lunge vordringen. Doch das ist gar nicht so einfach. Vor allem ältere Patient*innen machen beim Inhalieren einiges falsch.   mehr

Zuckermedikament schützt Auge
Patient bekommt den Augeninnendruck mit einem Goldmann-Ophthalmotonometer  gemessen.

Nützlicher Nebeneffekt

GLP-1-Rezeptoragonisten senken bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzucker. Sie schützen offenbar auch vor einem Glaukom.   mehr

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Birte Barleben
Telefon 0201/22 31 87
Fax 0201/22 90 71
E-Mail info@einhorn-essen.de