Wenn die Aorta durchbricht


Antioxidanzien bieten Schutz
Wenn die Aorta durchbricht

Täglich zwei Portionen Obst – so empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Schwedische Forscher fanden heraus: Diese vitaminreichen Nahrungsmittel stärken nicht nur die Abwehrkräfte, sie schützen auch vor einem Bauchaortenaneurysma.

Ausgebeulte Schlagader

Bei einem Bauchaortenaneurysma sackt die Hauptschlagader – die Aorta – in den Bauchraum aus. Aortenaneurysmen treten vor allem bei älteren Menschen und überwiegend im Bauchabschnitt auf. Jedes größere Aortenaneurysma ist eine Zeitbombe – es kann platzen und tödliche innerliche Blutungen verursachen. Bei einer kritischen Größe muss das Aortenaneurysma daher chirurgisch entfernt werden. Das Tückische: Anfangs schmerzt das Aneurysma nicht und bleibt oft lange unbemerkt. Sobald es durchbricht, kommt es meist zu starken Schmerzen, Blutdruckabfall, Atemnot und Durchblutungsstörungen in den unteren Extremitäten.

Besonders gefährdet sind Raucher, Menschen mit Arterienverkalkung oder langjährigem Bluthochdruck. Doch mit zunehmendem Alter, wenn die Gefäße altern, kann es grundsätzlich jeden treffen.

Vorbeugen: Früchte essen

Schwedische Forscher wiesen nach, dass eine verstärkte Zufuhr von Antioxidanzien das Risiko eines Bauchaortenaneurysmas deutlich verringern kann. Diese Radikalfänger stecken vor allem in frischem Obst. Probanden, die täglich zwei Portionen Obst verzehrten, senkten ihr Risiko für die Entwicklung eines Aortenaneurysmas im Bauchraum im Vergleich zu Menschen, die gar kein Obst aßen, um 31 Prozent und das Risiko für ein Riss um 39 Prozent. Äpfel und Birnen stellten sich am wirksamsten heraus, dann folgten Bananen, Orangen und andere Zitrusfrüchte.

Zur Prophylaxe eignet sich neben Obst auch Gemüse, zumindest wenn es nicht verkocht und reich an Antioxidanzien ist.

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