Tütensalat weiter gefährlich


Immer noch Keime drin
Tütensalat weiter gefährlich

Praktisch ist er ja, der Fertigsalat aus der Plastikverpackung. Doch wie sieht es mit der in der Vergangenheit immer wieder nachgewiesenen Keimbelastung aus? Eine Untersuchung hat Tütensalate, loses Gemüse und Küchenkräuter erneut unter die Lupe genommen.

600 Proben aus Nord- und Süddeutschland

Fertigsalate und Sprossen sind zum Teil immer noch mit problematischen Keimen belastet. Eine Gesundheitsgefährdung der Verbraucher ist nicht auszuschließen, warnen Experten des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe. Sie hatten über 3 Jahre hinweg 600 Proben von Küchenkräutern, Sprossen, Fertigsalaten, Pflücksalaten, Gurken und Karotten akribisch auf Keime untersucht. Die Proben stammten aus dem Einzelhandel, und zwar sowohl aus Nord- als auch aus Süddeutschland.

Tütensalate weiter belastet

In insgesamt 6% der verzehrfertigen Mischsalate fanden die Forscher krankmachende Keime, darunter Escherichia coli, Salmonellen und Listerien. Auch bei den untersuchten Sprossen war die Keimzahl sehr hoch, vereinzelt fanden sich auch hier Bakterien, die für den Menschen gefährlich sein können. Diese Ergebnisse decken sich mit Untersuchung der vorangegangenen Jahre – an der mangelhaften hygienischen Qualität der Tütensalate hat sich also wenig geändert. Als eine Ursache der Keimbelastung werden Lücken in der Kühlkette und zu lange Lagerungszeiten vermutet.

Entwarnung beim losen Gemüse

Entwarnung gab das Institut dagegen für die meisten der anderen frischen Pflanzenprodukte. Gurken, Karotten und Pilze waren durchweg von guter hygienischer Qualität, Pflück- und Blattsalate wurden als gut bis mittel, Küchenkräuter als akzeptabel eingestuft.

Aufgrund dieser Ergebnisse empfehlen Experten

  • verzehrfertige, abgepackte Mischsalate
    • in einer Kühltasche nach Hause zu transportieren
    • bei maximal 4°C zu lagern
    • möglichst rasch und nach Öffnung der Packung vollständig zu verzehren
    • wenn möglich vor dem Verzehr gründlich zu waschen
  • rohe pflanzliche Lebensmittel vor dem Verzehr immer gründlich zu waschen
  • Sprossen vor dem Verzehr zu blanchieren.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

News

Rauchen verschlimmert Basedow
Rauchen verschlimmert Basedow

Weg mit der Fluppe!

Menschen mit einem Morbus Basedow müssen im Alltag auf einige Dinge achten. Dazu gehört, mit dem Rauchen aufzuhören – denn Nikotin verschlimmert die Erkrankung. Das gilt besonders für die Augenbeteiligung.   mehr

Menstruationstasse statt Tampons?
Menstruationstasse statt Tampons?

Weniger Kosten, weniger Müll

Menstruationstassen sind praktisch: Sie bieten den gleichen Schutz wie Binden oder Tampons, verursachen weniger Müll und sind auch noch billiger als herkömmliche Hygieneprodukte. Doch wie sieht es mit der medizinischen Sicherheit aus?   mehr

Ingwer für das Immunsystem
Ingwer für das Immunsystem

Stimulation der weißen Blutkörperchen

Ob in Getränken oder Speisen: Ingwer hat sich in der deutschen Küche einen festen Platz erobert. Die scharfe Knolle schmeckt aber nicht nur, sondern leistet auch als Heilpflanze gute Dienste – etwa indem sie das Immunsystem anregt.   mehr

Ist Low Carb besser als andere Diäten?
Ist Low Carb besser als andere Diäten?

Blick in Studien

Low-Carb-Diäten basieren auf dem Prinzip, möglichst wenig Kohlenhydrate zu essen. Mit dieser Methode lässt sich ziemlich sicher Gewicht reduzieren. Fraglich ist aber, ob Low Carb besser funktioniert als andere Diäten.   mehr

Stillen: Am besten 12 Monate lang
Stillen: Am besten 12 Monate lang

Gut für Mutter und Kind

Stillen ist gut für Mutter und Kind. Eine neue Leitlinie fasst die wichtigsten Empfehlungen rund ums Stillen zusammen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Birte Barleben
Telefon 0201/22 31 87
Fax 0201/22 90 71
E-Mail info@einhorn-essen.de