Achtet auf Eure Nüsse, Jungs!


Kampagne gegen Hodenkrebs
Achtet auf Eure Nüsse, Jungs!
View Apart/Shutterstock.com

Hodenkrebs tritt am häufigsten bei Teenagern und jungen Männern auf. Wird er frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen gut. Jungen sollen deshalb regelmäßig ihre Hoden abtasten. Wie das geht, erklärt eine aktuelle Broschüre.

Hormonschub aktiviert schlafende Krebszellen

Hodenkrebs ist vor allem eine Erkrankung von Jungen und Männern im Alter von 15 bis 40 Jahren. Die Ursache sind falsch programmierte Keimzellen, die sich im Hoden des Ungeborenen entwickeln und nach der Geburt zunächst in eine Art Ruhezustand begeben. Kommt es dann zum pubertären Hormonschub, werden diese Vorläuferzellen aktiviert und wachsen sich zu einem Hodenkrebs aus. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser kann man ihn behandeln. Dies geschieht in der Regel chirurgisch, zusätzlich kommen je nach Stadium Chemotherapie und Bestrahlung zum Einsatz.

Um den Hodenkrebs möglichst frühzeitig zu erkennen, sollen schon Jungen ab der Pubertät lernen, ihre Hoden selbst zu untersuchen, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte BVKJ. Besonders wichtig ist dabei das Abtasten, denn Anzeichen für Hodenkrebs sind kleine, erbsengroße Knoten oder eine schmerzlose Schwellung im Hoden. Auch ein Gefühl von Schwere im Hodensack kann auf einen Hodenkrebs hinweisen. Schmerzen in Leiste oder Hoden verspüren die meisten Patienten dagegen erst spät.

Mindestens einmal im Monat Hoden abtasten

„Männliche Jugendliche sollten sich idealerweise wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat selbst untersuchen“, rät deshalb die Kinder- und Jugendärztin Dr. Monika Nierhaus vom BVKJ. Jeder Hoden wird dabei vorsichtig mit beiden Händen abgetastet und der Hoden dabei zwischen Daumen und Fingern hin und her gerollt, um Unebenheiten oder Knoten zu spüren. Außerdem sollen die Jungen Hodensack und Hoden mit geöffneter Handfläche von unten tasten und anheben, um ein Gefühl für Größe und Schwere zu bekommen. Ganz genau beschrieben wird die Selbstuntersuchung der Hoden in der Broschüre „Achte auf Deine Nüsse“ vom BVKJ. Darin findet der Jugendliche auch noch nützliche Informationen über andere Hodenerkrankungen und Hygienetipps.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Link zur Broschüre: „Informationen für Jungen zur SELBSTUNTERSUCHUNG als Schutz vor Hodenerkrankungen und zum Erkennen von Veränderungen an der Brust und den Geschlechtsorganen“

News

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Morgens oder abends schlucken?
Morgens oder abends schlucken?

Mittel gegen hohen Blutdruck

Lange hieß es, Blutdrucksenker sollten morgens eingenommen werden. Dann wurde wieder zur abendlichen Einnahme geraten. Was stimmt denn nun?   mehr

Hitze lässt schneller altern
Zwei gut gelaunte ältere Männer in Liegestühlen an einem tropischen Strand.

Auswirkung auf Lebenserwartung

Die Zeit der Rente an der Sonne verbringen? Einigen erscheint der Gedanke verlockend. Doch Vorsicht: Der Umzug in warme Länder kann unter Umständen die Lebenserwartung verkürzen.   mehr

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Birte Barleben
Telefon 0201/22 31 87
Fax 0201/22 90 71
E-Mail info@einhorn-essen.de