Riskantes Essverhalten


Essstörungen früh behandeln
Riskantes Essverhalten

Ob Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating – Essstörungen gleichen einer tickenden Zeitbombe. Je länger das riskante Essverhalten am Körper zehrt, desto gravierender die Folgen. Wer dagegen früh Hilfe holt, hat gute Heilungsaussichten.

Jeder fünfte Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren leidet unter einer Essstörung wie Essbrechsucht (Bulimia nervosa), Magersucht (Anorexia nervosa) oder Binge-Eating. Das geht aus einer Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts hervor. Zwar zählen Essstörungen zu den psychischen Erkrankungen, doch das riskante Essverhalten hat auch schwere körperliche Folgen. Durch zwanghaftes Hungern verlieren Betroffene von Magersucht (Anorexie) beispielsweise rapide an Körpergewicht. Die Symptome reichen von Kälteempfindlichkeit und Verstopfung über niedrigen Blutdruck, Mineralstoffmangel und Hormonstörungen bis hin zum Hungertod.

Körperwahrnehmung ist häufig verzerrt

Bei Patienten mit Essstörungen dreht sich das ganze Leben nur um die Themen Nahrung, Essen oder Hungern. Hinzu kommt, dass vor allem Personen mit Magersucht oder Essbrechsucht (Bulimia nervosa) unter einer Körperbildstörung leiden: Sie können ihre Körperdimensionen nur schwer erfassen und bewerten sich oft falsch. So ungenau wie die Betroffenen ihren Körper sehen, erleben sie häufig auch ihre Gefühle. Unangenehme Emotionen wie Zorn, Enttäuschung oder Einsamkeit nehmen sie nur verschwommen wahr und versuchen sie sofort durch zwanghafte Essrituale wie Hungern, Brechen oder Heißhungerattacken zu verdrängen. Häufig entwickeln sie depressive Verstimmungen oder Depressionen.

Professionelle Unterstützung bei Essstörungen

Essstörungen lassen sich heilen oder zumindest im Alltag bewältigen. Voraussetzung ist, dass die Behandlung früh einsetzt. Ein Kontakt lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise herstellen. Manche Betroffene wenden sich an anonyme Hotlines wie die 0221/89 20 31 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Andere besuchen die Internetseiten von „Cinderella“, „ANAD“ oder persönlich andere Selbsthilfegruppen. Oft führt der Weg zur professionellen Hilfe zuerst zum Hausarzt oder Frauenarzt. Der behandelnde Arzt wird in der Regel weitere Schritte einleiten und die Patienten beispielsweise zum Psychotherapeuten überweisen.

Selbsthilfegruppe finden bei NAKOS

Suche nach Beratungsangeboten vor Ort mithilfe der BZgA

Quellen: Neurologen und Psychiater im Netz, BZgA

News

Verhütung im Urlaub
Verhütung im Urlaub

Was ist anders?

Urlaub geht oft mit warmen Temperaturen und Zeitverschiebungen einher. Was bedeutet das für die Verhütung?   mehr

Reflux ohne Medikamente eindämmen
Reflux ohne Medikamente eindämmen

Natürlich gegen Sodbrennen

Sodbrennen und saures Aufstoßen sind typische Beschwerden bei Reflux. Protonenpumpenhemmer können dagegen helfen. Doch auch im Alltag lässt sich einiges dagegen tun – von Gewichtsreduktion bis zur richtigen Schlafposition.   mehr

K2 gegen Wadenkrämpfe

Frau liegt im Pyjama mit verkrampften nackten Füßen im Bett.

Anzahl und Intensität reduziert

Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.   mehr

Schlaganfall sofort erkennen
Monitor im Krankenhaus. Bei einem Schlaganfall tut sschnellstmögliche Behandlung Not.

Lächeln, sprechen, Arme hoch

Bei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden, um das Gehirn der Betroffenen vor schlimmen Folgen zu bewahren. Doch wie erkennt man als Laie überhaupt solch einen Notfall?   mehr

Asthma durch Katzenkontakt?
Asthma durch Katzenkontakt?

Einfluss durch Tierhaare

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Laborwerte A-Z

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelferinnen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Stationsschwestern erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzten auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.

Mehr erfahren
Einhorn-Apotheke
Inhaberin Birte Barleben
Telefon 0201/22 31 87
Fax 0201/22 90 71
E-Mail info@einhorn-essen.de